
Trauerreden, die Menschen in die Mitte holen.
Wenn Erinnerungen leuchten dürfen.
​Wenn ein Mensch stirbt, bleibt mehr als nur eine Lücke.
Es bleiben Erinnerungen, Eigenheiten, Spuren – und oft auch Fragen.
In einer Zeit, in der Worte fehlen, versuche ich, welche zu finden.
Nicht aus der Schublade. Nicht aus einem Baukasten.
Sondern aus dem, was ihr mir erzählt.
Ich gestalte Trauerfeiern, die nicht nur berichten, wer jemand war,
sondern spürbar machen, was dieser Mensch für euch bedeutet hat.
Nicht als Lebenslauf, sondern als gelebtes Leben.
Nicht als Pflichtprogramm, sondern als Einladung zum Innehalten, Erinnern, Mitfühlen.
Dazu gehört für mich, genau zuzuhören.
Eure Geschichte zu verstehen – mit all ihren Brüchen, Schönheiten, Widersprüchen.
Und aus all dem eine Rede zu formen, die trägt.
Eine Rede, die nicht nur traurig ist.
Sondern vielleicht auch ein wenig hell.
Weil da jemand wieder nah wird.
Weil man sich gemeinsam erinnert.
Weil manchmal sogar ein Lächeln möglich ist – mitten im Abschied.
Ich glaube: Wenn am Ende nicht nur Tränen fließen,
sondern jemand sagt:
„Jetzt konnte ich wirklich loslassen“,
dann war es richtig.


